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Die Entwicklung des Tennis bei der DJK Eichstätt 

 


Angefangen hat alles mit dem Bau der Turnhalle der DJK Eichstätt in der Schottenau Anfang der siebziger Jahre. Dem Zeitpunkt folgend fanden sich tennis-begeisterte Sportler zusammen und versuchten sich im Weißen Sport. Mit mehr oder weniger "unzulänglichem Handwerkszeug" begannen die Unentwegten wild in der neu erstellten DJK-Halle mit ihrem "Ball-über-das-Netz". Es waren schon welche dabei, die dies vollbrachten, doch die breite Masse (ca. 15 Männer und Frauen) bemühte sich mehr schlecht als recht redlich. Mit fortgeschrittenem Training kam der Gedanke auf, dem Leitspruch der DJK-Bewegung folgend, sich an Wettkämpfen zu beteiligen. Eine bis dahin "Wilde Horde" von tennisbesessenen Aktiven fand ihre Heimat in der offiziell gegründeten Tennissparte unter der Führung des damaligen Präsidenten der DJK, Helmut Lutz. Ein erster sportlicher Vergleich war die Vereinsmeisterschaft 1971. Hier konnte sich als Sieger und 1. Vereinsmeister der DJK-Abteilung Tennis Rudolf Rauh durchsetzen. Weitere Wettkämpfe im Rahmen von Vereinsmeisterschaften folgten. Auch maßen die Spieler und Spielerinnen ihr sportliches Können in Weihnachts- und Dreikönigsturnieren. 


Aller Anfang ist schwer, so auch der der Tennisabteilung. Da außer der Halle keine Tennisplätze zur Verfügung standen, wurden die ersten Freundschaftsbegegnungen auf den Plätzen des Gegners ausgetragen. Das führte dazu, dass die Sparte Tennis, unter der Führung des DJK-Vorsitzenden Helmut Lutz, beschloss, eigene Plätze zu erstellen. Gemeinsam mit dem Tennis-Club Rot-Weiß Eichstätt begann man mit der Planung einer Tennisanlage im Bereich der Schottenau. Nach mühevollen Verhandlungen und 
äußerst schwierigen Finanzierungsproblemen konnte das Projekt dennoch verwirklicht werden. Ein Jahr vor der Fertigstellung der Sandplätze begann für die Tennisabteilung der Ernst des Lebens, beteiligte sie sich doch erstmals an einer offiziellen Punktrunde im Bezirk Mittelfranken. Alle Medenspiele wurden auf den Plätzen der Gegner ausgetragen. 


Endlich waren zur Saison 1977 die lang ersehnten Sandplätze fertig. Für die Eröffnung und Einweihung dieser konnte kein geringerer Star als der damalige Torwart der Fußball-Nationalmannschaft, Josef (Sepp) Maier gewonnen werden. Er konnte sein Können im Tennis gegen das Landkreis-As Fritz Ehegartner zeigen. Damit begann das Alltagsleben der Tennisabteilung. Erfolge stellten sich ein, doch auch die im Sport immer wieder vorkommenden Niederlagen wurden souverän weggesteckt. Es gab ein Auf und Ab. Ein langersehnter Wunsch der Abteilung ging 1988 in Erfüllung. Mit dem Bau einer Unterstell- und Gerätehütte konnte das aktive Spartenleben wesentlich verbessert werden. Dies trifft nicht nur bei geselligen Veranstaltungen für die Tennismitglieder zu, sondern auch bei der Bewirtung der Gästemannschaften bei den Punktspielen. 
Nachdem der sogenannte "Tennis-Boom" aus der Mitte der 70er Jahre und Anfang der 80er Jahre längst vorbei ist, und auch Boris Becker und Steffi Graf ihre Leitfunktion für den Weißen Sport verloren haben, ist es für die Tennissparte in den letzten Jahren schwer gewesen alle Mitglieder zu motivieren bzw. neue Interessenten zu aktivieren. Dies deuten bereits die sinkenden Mitgliederzahlen von Ende 1989 (215 Personen) bis zum heutigen 5tand von 144 Personen an. Dabei hat sich nicht nur die Anzahl der Erwachsenen verringert, sondern vor allem bei der Jugend musste ein großes Minus verzeichnet werden. In all den Jahren seit Bestehen der Tennissparte hat man die Jugendarbeit groß geschrieben und einen guten Aufbau vorgenommen. Mit Einsatz und Engagement wurden die Jugendlichen zum Tennis herangeführt, so dass auch Mannschaften am Punktspielbetrieb teilnahmen. Dies führte als Höhepunkt dazu, dass sich 1993 sogar fünf Jugendmannschaften bei den Punktspielen beteiligten. Doch danach setzte sich die fallende Tendenz durch, bis es in den letzten Jahren nur noch eine Juniorinnenmannschaft gab, die im vergangenen Jahr nur durch die Gründung einer Spielgemeinschaft mit der DJK Kaldorf aufrecht erhalten werden konnte. Für diesen Abbau sind mehrere Gründe zu nennen, wie zum Beispiel der Weggang des Trainers Helmut Pfeil, der bis 1993 Woche für Woche versuchte den Kindern das Tennisspielen beizubringen und schmackhaft zu machen. Zudem bestellte unser Nachbarverein TC Rot-Weiß Eichstätt einen hauptamtlichen Trainer, so dass Abwanderungen nicht zu verhindern waren. Dazu kommen natürlich auch noch die allgemeinen Modeerscheinungen der neuen Sportarten (Skateboard, Inline-Skating etc.), mit denen das Tennis nicht konkurrieren kann, denn falls die Jugendlichen überhaupt noch Sport treiben, dann sollte dies auch "In", "Cool" oder "Geil" sein. 


Trotzdem konnten auch in den vergangenen Jahren noch einige sportliche Erfolge von der Tennisjugend erreicht werden. So wurde Sebastian Burkhard Diözesanmeister bei den Knaben, Franziska Rudingsdorfer wurde Diözesan-Vizemeisterin bei den Mädchen sowie Stadt- und Landkreismeisterin bei den Juniorinnen. Zudem schaffte die neugegründete Spielgemeinschaft der Juniorinnen souverän den Aufstieg in die 1. Kreisliga. 


Einige der bisherigen Jugendlichen sind natürlich in der Zwischenzeit den Kinderschuhen entwachsen und bei den Damen und Herren integriert worden. So konnte die Anzahl dieser Mannschaften gesteigert werden, wobei sich die Meldungen für den Punktspielbetrieb in den letzten Jahren auf insgesamt fünf Stück eingependelt hat. Dies sind in der Regel eine Damen-, zwei Herren- und zwei Seniorenmannschaften. Auch hier wird mit großem Eifer und Interesse gespielt, und natürlich ist auch hier der Erfolg nicht ausgeblieben. So schafften die Herren 1 den zweimaligen Aufstieg bis in die Kreisklasse 2 und die Herren 2 erreichten die Kreisklasse 3. Die Damen wurden zweimal Meister mit dem jeweiligen Aufstieg in die Kreisklasse 3. Auch bei den Senioren wurden gute Ergebnisse erzielt, wobei in dieser Kategorie das gemütliche Beisammensein einen wichtigen Punkt bei ihrer sportlichen Betätigung darstellt. Diese Tätigkeit wird auch in der gesamten Tennissparte seit langer Zeit gepflegt und aufrechterhalten, da sportliche Erfolge nicht alles sind, sondern auch der zwischenmenschliche Kontakt, Unterhaltung und Geselligkeit eine große Rolle spielen. 
Ein wichtiger Erfolg für die Tennissparte war die Schuldentilgung für den Anbau der Duschen, so dass nach langen Defiziten endlich wieder Gewinne eingefahren werden konnten. Mit diesem Geld ist bereits die Installierung einer Bewässerungsanlage auf den Plätzen durchgeführt worden, die im Jahr 2000 mit der Anbringung einer Automatik abgeschlossen wurde.
Seit der Gründung der Tennisabteilung hat natürlich des öfteren die Führungsspitze gewechselt, was aber in keiner Weise irgendwelche Nachteile mit sich brachte. Im Gegenteil, jedes Team machte seine Arbeit in bewährt guter Manier, so dass sämtliche Arbeiten und Probleme zur vollsten Zufriedenheit erledigt werden konnten. Die Abteilungsleitung übernahm seit Gründung der Tennissparte bis 1986 Helmut Lutz. Von 1986 bis 1991 haben Rudolf Pupp als Spartenleiter und Helmut Wotschka als Sportwart die Leitung übernommen, während Karl Kretschmeier und Hans-Jürgen Paul von 1991 bis 1996 diese Posten weiterführten. Ab 1996 haben Helmut Wotschka und Herbert Burkhard diese Aufgaben in der Tennisabteilung übernommen und werden versuchen, die Arbeiten auch in der Zukunft erfolgreich zu gestalten.